TV-Doku, 45 min, 2026
Regie: Biljana Petrović
Der rätselhafte Tod der slowakischen Pflegerin Denisa Šoltísová
Jänner 2008. Eine junge slowakische Pflegerin verschwindet in Oberösterreich. Zehn Tage später wird ihre Leiche nackt aus der Ager geborgen. Die österreichischen Behörden sprechen rasch von Selbstmord. Doch Zweifel bleiben.
Ein slowakisches Gutachten stellt die offizielle Version infrage: Hämatome, auffällige Medikamente im Körper und widersprüchliche Aussagen werfen bis heute unbeantwortete Fragen auf. War der Tod von Denisa Šoltísová tatsächlich Suizid – oder wurde ein mögliches Verbrechen vorschnell zu den Akten gelegt?
Die Dokumentation „Tod am Fluss“ rekonstruiert einen der rätselhaftesten ungeklärten Fälle der vergangenen Jahrzehnte. Im Zentrum steht die Geschichte der 29-jährigen Slowakin Denisa Šoltísová, die in Österreich als 24-Stunden-Pflegerin arbeitete.
Fast zwei Jahrzehnte nach ihrem Tod kämpft ihre Mutter noch immer für Aufklärung und Gerechtigkeit.
Die filmische Recherche führt von Oberösterreich bis in die Slowakei. Journalist:innen, Gerichtsmediziner, Juristen und Angehörige sprechen über widersprüchliche Gutachten, mögliche Ermittlungsfehler und die Frage, ob Herkunft und sozialer Status Einfluss auf die Wahrnehmung und Aufklärung des Falls hatten.
Gleichzeitig erzählt „Tod am Fluss“ von der oft unsichtbaren Lebensrealität tausender osteuropäischer Pflegekräfte, die seit der EU-Osterweiterung die Betreuung alter Menschen in Österreich sichern – häufig unter prekären Bedingungen, isoliert und fern ihrer Familien.
Zwischen persönlicher Tragödie, investigativer Spurensuche und gesellschaftspolitischer Analyse entsteht das das Porträt eines Falles, der weit über den Tod einer Einzelperson hinausweist. Ein Film über Wahrheit, Erinnerung und die Frage, wessen Leben gesehen wird – und wessen Verschwinden unbeachtet bleibt.