Press enter to begin your search
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (3)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (5)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (13)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (17)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (18)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (25)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (30)
k&q nd_Lea Kalisch_FC Metafilm (31)

Mit Charme und Chuzpe – Die jüdische Künstlerin Lea Kalisch

TV-Doku, 25 min, 2026
Regie: Klara Harden

Credits

In der liberalen jüdischen Gemeinde Or Chadasch in Wien ist mit Lea Kalisch eine neue künstlerische Stimme angekommen. Die 31-jährige Künstlerin, Sängerin, Filmemacherin und Performerin lebt seit 2024 gemeinsam mit ihrem Mann, Rabbiner Tobias Divack Moss, in Wien.

Geboren in der Schweiz und geprägt von Jahren in New York, vereint Kalisch in ihrer Arbeit unterschiedliche kulturelle Einflüsse, Sprachen und musikalische Stile – von Klezmer über Hip-Hop und Rap bis hin zu Rumba. Ihr Glaube ist nicht nur Hintergrund, sondern zentraler Bestandteil ihres künstlerischen Ausdrucks. In Wien sucht sie neue Räume und Kollaborationen, um ihre multidisziplinäre Vision weiterzuentwickeln.

Ihre außergewöhnliche sprachliche Vielfalt – von Schweizerdeutsch über Deutsch, Französisch, Spanisch und Englisch bis hin zu Jiddisch, Hebräisch, Italienisch und Arabisch – spiegelt den Anspruch ihrer Kunst wider: Verbindungen zwischen Kulturen und Religionen zu schaffen.

Der Film gibt zugleich Einblicke in das Leben der liberalen jüdischen Gemeinde Or Chadasch. Rabbiner Tobias Moss, zuvor in großen Gemeinden in den USA tätig, gestaltet hier gemeinsam mit den Mitgliedern eine offene und zeitgemäße religiöse Praxis. Frauen und Männer nehmen gleichberechtigt am Gemeindeleben teil. Diese Haltung prägt auch den Alltag des Paares – etwa im gemeinsamen Feiern des Shabbat, das zu einem sichtbaren Ausdruck liberalen jüdischen Lebens in Wien wird.

Im Zentrum von Lea Kalischs Arbeit stehen Fragen nach Identität und Sichtbarkeit. In ihren Songs und Performances greift sie Traditionen auf, hinterfragt sie und interpretiert sie neu. Ihr Stück „Eshet Chayil of Hip-Hop“ beleuchtet beispielsweise die Rolle der Frau im Spannungsfeld zwischen religiösen Erwartungen und moderner Selbstermächtigung.

Auch ohne explizite politische Botschaften ist ihre Kunst von gesellschaftlicher Relevanz. In ihrem aktuellen Projekt „Shulom Salaam“ verbindet sie Jiddisch und Arabisch und formuliert eine persönliche Vision von Frieden: Wer Frieden in sich selbst findet, kann ihn auch in die Welt tragen.

Die Sendung ist nah dran an Lea Kalisch – zwischen Alltag, Proberaum und Bühne – und zeichnet das Porträt einer Künstlerin, die sich bewusst zwischen verschiedenen Welten bewegt und Wien mit ihrer Kunst neue Impulse gibt.

Buch & Regie
Klara Harden

Kamera
Klemens Koscher

Schnitt
Nicola Stampfer

Sprecher
Martin Gross
Andreas Mittendorfer

Ton
Philipp Sklorz

Sprachaufnahme & Mischung
Emanoel Bruckmüller

Postproduktion & Mastering
Nicola Stampfer

Produktionsleitung
Philipp Sklorz

Produzent
Michael Cencig

Produktion ORF
Gabriele Wistawel
Carmen Carl

Redaktion ORF
Kerstin Tretina

Leitung ORF
Barbara Krenn

© ORF/Metafilm 2026

Category

TV-Dokumentation